
Biographie
Henning Mankell wurde am 3. Februar 1948 in Stockholm geboren und wuchs in Härjedalen bei seinem Vater auf. Im Alter von 17 Jahren zog er nach Stockholm und wurde Regieassistent am Riks Theater. 1968 begann er als Autor und Regisseur zu arbeiten.
Schon als Kind träumte Mankell davon, den afrikanischen Kontinent zu bereisen, 1972 erfüllte er sich erstmals diesen Wunsch und fühlte sich in Afrika sofort zu Hause. In den folgenden Jahren arbeitete Mankell weiterhin als Schriftsteller sowie für verschiedene Theater als Regisseur, Autor und Intendant, u.a. für das Theater von Västerbotten in Skellefteå und für das Theater in Kronborg in Växjö. 1985 erhielt er die Einladung zum Aufbau einer professionellen Theatergruppe in Maputo, Mosambik. Im darauffolgenden Jahr übernahm er dann die Leitung der 70köpfigen Gruppe des Teatro Avenida und lebte fortan “mit einem Fuß im Sand, mit dem anderen im Schnee”, wie er selbst sagt. Bis heute verbringt er mehr als die Hälfte des Jahres in Maputo, die übrigen Monate in der schwedischen Zweitheimat.
In den Jahren 1990-1998 entstanden die Wallander-Kriminalromane ›Mörder ohne Gesicht‹ (1991, dt. 1993), ›Hunde von Riga‹ (1992, dt. 1993), ›Die weiße Löwin‹ (1993, dt. 1995), ›Der Mann, der lächelte‹ (1994, dt. 2001), ›Die falsche Fährte‹ (1995, dt. 1999), ›Die fünfte Frau‹ (1996, dt.1998), ›Mittsommermord‹ (1997, dt. 2000) und ›Die Brandmauer‹ (1998, dt. 2001). 1999 (dt. 2002) erschien der Erzählband ›Wallanders erster Fall‹, der die Kurt-Wallander-Serie abschließt.
›Die Rückkehr des Tanzlehrers‹, ein Roman um Polizeikommissar Stefan Lindman, erzählt von der Rolle der Nazis und ihrer Gesinnungsgenossen in der heutigen Gesellschaft (2000, dt. 2002).
2002 erschien in Schweden der Kriminalroman ›Vor dem Frost‹ (dt. Sommer 2003), in dem Wallanders Tochter Linda als junge Polizeianwärterin die Hauptrolle spielt.
Sein Leben in Mosambik lieferte Mankell zudem den Stoff für verschiedene Romane, die in Afrika angesiedelt sind. 1995 erschien mit ›Der Chronist der Winde‹ (dt. 2000) ein Roman über das Leben von Straßenkindern. In ›Die rote Antilope‹ (2000, dt. 2001) schildert Mankell die Geschichte eines Buschmannjungen, der von einem Forscher nach Schweden verschleppt wird. Und während er in dem Roman ›Kennedys Hirn‹ (dt. 2006) den Umgang mit afrikanischen Aidskranken anprangert, hat er 1998 mit ›Die flüsternden Seelen‹ (dt. 2007) ein Buch vorgelegt, das von der magischen Seite des schwarzen Kontinents erzählt.
Henning Mankell ist außerdem preisgekrönter Autor von zahlreichen Kinder- und Jugendbüchern, auf deutsch erschienen unter anderem ›Das Geheimnis des Feuers‹ (1995, dt. 1996) und ›Der Junge, der im Schnee schlief‹ (1996, dt. 1998).
Im Frühjahr 2001 gründete Henning Mankell in Schweden seinen eigenen Verlag, den ›Leopard förlag‹. Hier will er jungen schwedischen und afrikanischen Autoren ein Forum bieten.
Auf Anregung des Schauspielhauses Graz schrieb Mankell das mehrsprachige Theaterstück ›Butterfly Blues‹, das im Januar 2003 von Künstlern des Grazer Schauspielhauses und des Teatro Avenida (Mosambik) gemeinsam realisiert wurde. Das Stück konfrontiert die Zuschauer nicht nur thematisch, sondern auch künstlerisch und sprachlich mit der Welt afrikanischer Immigranten. Zum gleichen Thema ist im Februar 2003 der Roman ›Tea-Bag‹ erschienen, der Einblick in die illegale Welt der Einwanderer gewährt und gleichzeitig eine Satire auf den modernen Literaturbetrieb ist. Es ist ein Buch von wunderbarer Komik und tiefem Ernst – ein neues Genre, in dem Mankell wie in seinen früheren Büchern brilliert.
Auszeichnungen
| 1991 | Preis “Der gläserne Schlüssel” der Skandinavischen Gesellschaft für Kriminalliteratur für ›Mörder ohne Gesicht‹ |
| 1991 | Auszeichnung der Schwedischen Akademie für Kriminalliteratur für ›Mörder ohne Gesicht‹ als bester schwedischer Kriminalroman |
| 1992 | Auszeichnung der Schwedischen Akademie für Kriminalliteratur für ›Hunde von Riga‹ |
| 1993 | Deutscher Jugendbuchpreis für ›Der Hund, der unterwegs zu einem Stern war‹ |
| 1995 | Auszeichnung der Schwedischen Akademie für Kriminalliteratur für ›Die falsche Fährte‹ |
| 1995 | Nominierung des Buches ›Der Chronist der Winde‹ für den nach August Strindberg benannten August-Preis und den Preis des Nordischen Rates |
| 1996 | Auszeichnung von ›Der Chronist der Winde‹ durch den schwedischen Radiosender P1 |
| 1996 | Astrid-Lindgren-Preis für ›Der Junge, der im Schnee schlief‹ |
| 1997 | Kinderbuchpreis “Lesereise um den Erdball” für ›Das Geheimnis des Feuers‹ |
| 1998 | “Buch des Jahres 1998″ für ›Die fünfte Frau‹ |
| 1999 | Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis für ›Das Geheimnis des Feuers‹ |
| 2001 | Deutscher-Krimi-Preis (Kategorie International) für ›Mittsommermord‹ |
| 2001 | Golden Dagger für ›Die falsche Fährte‹ |
| 2001 | CORINE Preis für ›Mittsommermord‹ |
| 2002 | “Autor des Jahres” |
| 2003 | Deutscher Bücherpreis in der Kategorie “Publikumsliebling des Jahres” für ›Die Rückkehr des Tanzlehrers‹ |
| 2004 | Toleranzpreis der Evangelischen Akademie Tutzing |
| 2009 | Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück |
Verfilmungen
- ›Mörder ohne Gesicht‹ (Fernsehserie)
- ›Hunde von Riga‹ (Kinofilm und Fernsehserie)
- ›Die weiße Löwin‹ (Kinofilm)
- Der Film ›Comedia Infantil‹ (›Der Chronist der Winde‹) wurde in Maputo von Solveig Nordlund gedreht und hatte im Frühjahr 1998 Premiere.
- ›Die falsche Fährte‹ und ›Die fünfte Frau‹ wurden von der Gesellschaft SVT Malmö verfilmt und im Dezember 2001/2002 in deutscher Fassung im ZDF ausgestrahlt.
- ›Die Rückkehr des Tanzlehrers‹
Wir danken dem Zsolnay-Verlag für die Abdruckgenehmigung dieser Biographie.




finde die bücher von henning mankell echt klasse ich lese die bücher von ihm und schaue die filme an und die hör cd`´s wäre es möglich das ich ein autogramm griege von ihm das das wäre super toll bin ein begeisterer fan von henning mankell
vielen dank im vorraus
mfg rothbarth silke
Mankell,einfach nur tolll
Supertoller,phantaschtischer,supergeiler
Schriftsteller
Habe per Zufall angefangen die Buchreihe Wallander zu lesen und war von der ersten Seite an begeistert! Was mich so fasziniert: Kurt Wallander hat Persönlichkeit! in vielen (Kriminal-)Romanen werden die Personen einfach hingestellt und fertig ist, aber Kurt Wallander muss sich Problemen, Fragen und Tatsachen stellen und dies gelingt auch nicht immer. So ist er ein Komissar mit Charakter und beim Lesen kann sich jeder ein ganz eigenes Bild von ihm machen. Das gilt auch für die Geschichten und Fälle um ihn – daher ist es für mich immer schwierig Verfilmungen anzusehe, weil eben nie alles so ist, wie man es sich beim lesen vorstellt!
Henning Mankell gehört für mich zu den besten Autoren – seiner und meiner Zeit (ich bin 17 Jahre alt) – und ich hoffe (bezweifle aber), dass es jemand geben wird, der wenigstens annährend so gut schreiben wird!
Ich liebe Mankell! Es gibt nichts schöneres als bei Scheißwetter ein Buch von ihm zu lesen und vom nächsten Schwedenaufenthalt zu träumen.Ich finde es fantastisch,wie man sich in die Figur des Kurt Wallanders hineinversetzten kann und dass eer so menschlich erscheint.Ich findes es toll,ihn über die Jahre zu begleiten,Linda aufwachsen zu "lesen" etc.Am besten finde ich jedoch sein Buch" Der Chronist der Winde",es war seit langem das erste Mal, das mich ein Buch zum heulen gebracht hat.
An dem Tag, als ich mit die italienischen Schuhe zu lesen begann, war ich selbst mit dabei, draußen auf dem Eis.. Ich sah es vor meinem geistigen Auge, und war ab diesem Zeitpunkt gefesselt von jener melancholischen Erzählung..
Vom ersten Satz eines Wallander-Buches lebe ich ein bisschen mit in Schonen. Die so schön geschriebenen Sätze fließen wie süffiger Wein in meine Seele und ich spüre sie auch noch lange Zeit nach dem Lesen sanft nachschwingen.
Natürlich finde ich die Krimis von Henning Mankell sehr gut, um nicht zu sagen: "Atemberaubend"…
Allerdings möchte ich insbesondere auf seine Weltanschauung, die marxistisch geprägt ist, sein soziales Engagement, wie etwa in Indien und Afrika, hervorheben.
Ein unermüdlicher Kämpfer…Danke Henning!
ich habe eher zufällig als erstes jetzt "die brandmauer" gelesen und bin total begeistert! dem lob meiner "vorredner" kann ich mich nur anschließen und werde nun erstmal mit dem 1. fall von wallander weitermachen und mich vorarbeiten.
Abgesehen von einigen anderen Bücher aus der Feder Mankels habe ich gerade das Buch: "DER FEIND IM SCHATTEN" gelesen.
Aus diesem Grund interessierte mich seine Biographie. Eine sehr beeindruckende Schaffenskraft. Da kann man nur noch vor Hochachtung den Hut ziehen. Allerdings glaube ich,in dem o.g. Buch hat er seine eigenen Charaktereigenschaften mit denen seiner Hauptfigur vermischt. Z.B. Angst vor dem Älter werden. Und noch eins: Als er eine seiner Figuren von den Mordaufträgen der Stasi (ehem.DDR) sprechen lässt, hat er die nach neuesten Erkenntnissen wohl mit dem Verfassungsschutz der BRD verwechselt.
siehe oben
Einfach nur der absolute BURNER!!!
Ich habe Hennig Mankell zuerst durch die Wallander -Reihe in den 90ern kennen gelernt und war begeistert. Als ich mehr über ihn als Mensch und seine Arbeit in Mosambik erfuhr, war ich beeindruckt. Dann habe ich auch die feinfühligen Jugendbücher für mich entdeckt.Heute Nachmittag habe ich dann "Die Geheimnisse des Feuers", die Geschichte um das Schicksal eines jungen Mädchens in Mosambik in einem Rutsch durchgelesen und kann nichts anderes sagen, als dass ich zutiefst berührt bin.
„Das Auge des Leoparden“, was für ein Buch. Ich bin erst spät eingestiegen in die Romanwelt des Henning Mankell. Gott sei Dank nicht zu spät, um die anderen Afrika-Bücher zu lesen. Ich freue mich schon jetzt darauf.