Coverbild Der Archivar der Welt<br>Roman von Lia Tilon, ISBN-978-3-423-28196-6
Leseprobe

Der Archivar der Welt
Roman

Hardcover
22,00 EURO
E-Book
19,99 EURO
Eine Reise, die Welten verbindet und aus zwei Männern Freunde macht

Eigentlich ist Alfred Dutertre der Chauffeur des Pariser Bankiers Albert Kahn. Jetzt soll er für ihn zum Fotografen werden: Kahn plant ein Archiv der Welt in Bildern, ein Projekt für den Frieden, das die Völker der Erde näher zusammenbringen soll. Dutertre und Kahn brechen auf zu einer Reise, nach Japan, Hawaii, in die Mongolei. Als Kahn sein Vermögen in der Weltwirtschaftskrise verliert und sich schwer krank zurückzieht, bleibt Dutertre an seiner Seite, und in über 72.000 Fotos blicken sie gemeinsam zurück.

Nach einer wahren Begebenheit erzählt ›Der Archivar der Welt‹ die Geschichte eines großen humanistischen Abenteuers und von der Freundschaft zweier ungleicher Männer.

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dtv Literatur
Mit historischen Fotografien
Aus dem Niederländischen von Ulrich Faure
Deutsche Erstausgabe, 272 Seiten, ISBN 978-3-423-28196-6
Autorenporträt
Portrait des Autors Lia Tilon

Lia Tilon

Lia Tilon, geboren 1965 in Broek in Waterland, stieß im Zuge einer Recherche zu Albert Kahn auf die Tagebücher seines Chauffeurs Alfred Dutertre, und die Idee zu ihrem ...
Übersetzerporträt

Ulrich Faure

Ulrich Faure, Jahrgang 1954, lebt als Journalist, Übersetzer und Herausgeber in Düsseldorf. Er übersetzt aus dem Niederländischen, u. a Werke von Detlev van Heest und ...

Veranstaltungen

Bedburg-Hau, 23.08.2020

Lesung mit Lia Tilon

Lia Tilon »Der Archivar der Welt
Roman«
Datum:
Sonntag, 23.08.2020
Zeit:
11:00 Uhr
Ort:
Museum Schloß Moyland
Am Schloß 4

Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 8 Euro
Es gelten die aktuellen Corona-Schutzbestimmungen. Die Platzvergabe erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldung an der Kasse. Weitere Infos hier.
Eine Veranstaltung im Rahmen des Literarischen Sommers.

Pressestimmen

Die Presse am Sonntag, Februar 2020
»Die Niederländerin Lia Tilon hat aus dem Leben des französischen Mäzenen Albert Kahn einen schillernden Roman gemacht.«
Biggi Müller, BRF1, Buchtipp, Januar 2020
»Lia Tilons Roman erzählt die abenteuerliche Reise eines ehemals reichen Bankiers nach einer wahren Begebenheit und die Geschichte über eine Freundschaft zweier ungleicher Männer.«
Münchner Merkur, Januar 2020
»Die fantastische Welt des Albert Kahn«
Erhard Schütz, Das Magazin, Janaur 2020
»Anrührend und lehrreich.«
Pforzheimer Zeitung, Oktober 2019
»Nach einer wahren Begebenheit erzählt ›Der Archivar der Welt‹ die Geschichte eines großesn humanistischen Abenteuers und von der Freundschaft zweier ungleicher Männer.«
pr.berghoff.de, September 2019
»Spannend, bewegenduns einfühlsam geschrieben - ein Buch, das einen nicht mehr loslässt.«

Leserstimmen

Ihre Meinung
»Wir schreiben das Jahr 1940. Albert Kahn (1860 bis 1940), verarmter französischer Bankier und einst einer der reichsten Männer Europas, liegt im Sterben. An seiner Seite: sein Freund und Chauffeur Alfred Dutertre. Gemeinsam lassen die beiden Männer anhand von Fotografien und Tagebucheinträgen ihr Leben Revue passieren. Erschienen ist Lia Tilons 272-seitiger Roman „Der Archivar der Welt“ über eine ungewöhnliche Männerfreundschaft und gewaltige Mission im September 2019 bei dtv. Albert Kahn ist ein vielseitig interessierter Mensch. Mit Verbreitung der Fotografie und Entwicklung des Autochromverfahrens, also der farbigen Fotografie, entwickelt sich in ihm eine Vision: Anhand dieser technischen Neuerungen möchte er ein „Archiv des Planeten“ erstellen, eine Sammlung von Bilddokumenten mit dem Ziel, traditionelle Lebensweisen zu bewahren, die Welt den Menschen näher zu bringen und so einen Beitrag für den Frieden zu leisten. Die Aufgabe des Fotografierens überlässt er vor allem seinem Chauffeur, Dutertre, mit dem er gemeinsam die Welt bereist, um am Ende auf eine beachtliche Sammlung von über 72.000 Aufnahmen zurückschauen zu können, die auch heute noch im „Musée départemental Albert-Kahn“ nahe Paris zugänglich ist. Die Bildtafeln am Ende des Buches vermitteln ein beeindruckendes Bild von der Arbeit dieser beiden Männer und lassen das Gelesene lebendig werden. Die Geschichte dieser beiden Männer wird auf zwei Ebenen erzählt: Die Rahmenhandlung bilden die letzten Lebenstage Albert Kahns zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Alfred Dutertre kümmert sich uneigennützig um den Sterbenden, gräbt immer wieder im Archiv und somit in gemeinsamen Erinnerungen. Hierbei blicken Leserinnen und Leser zurück auf die Geschichte dieser beiden Männer sowie die der Fotografie, unternehmen mit dem Chauffeur zusammen eine Reise in glanzvollere Zeiten und erfahren Wissenswertes über Kahns Motivation, seine Lebenswerk in Angriff zu nehmen. Unterbrochen wird diese Rahmenhandlung immer wieder durch Dutertres Tagebucheinträge aus den Jahren 1908/09. Gemeinsam mit den Protagonisten reisen die Leser/innen in die USA, nach Japan und China. Neben Einblicken in den Reisealltag zur damaligen Zeit enthalten diese Abschnitte auch teils wunderschöne Beschreibungen von Land und Leuten. Gut gewählt und gleichzeitig bedrückend ist, dass das "Archiv des Planeten" eine friedensstiftende Aktion sein sollte, und gerade jetzt vor dem Hintergrund des wohl grausamsten Krieges, den Europa und die Welt durchleben mussten, resümiert wird. Dieses bietet reichlich Stoff zum Nachdenken – für mich persönlich auch der Umstand, dass wir heute in einer Zeit leben, in der die Welt nicht nur dank der medialen Entwicklung näher zusammengerückt ist, wir aber von einem friedlichen Miteinander und Verständnis füreinander nach wie vor weit entfernt sind. Nicht nur inhaltlich, auch sprachlich unterscheiden sich die beiden Handlungsstränge voneinander: Sprachlich ist die Szenerie rund um Kahns Tod ansprechend, einzelne Szenen werden sehr ausführlich, bildhaft beschrieben, sodass man beim Lesen förmlich Bilder vor Augen hat. Auf der anderen Seite steht Dutertres Tagebuch: Zwar gibt es auch hier plastische Beschreibungen, aber die oft kürzeren Sätze, die wie Notizen "hingeworfen" sind, lassen den Text authentisch werden. Insgesamt lässt sich das Buch flüssig und atmosphärisch dicht lesen. Alles in allem präsentiert Lia Tilon mit „Der Archivar der Welt“ ein gut lesbares und beeindruckendes zeitgeschichtliches Dokument von ungebrochener Aktualität, aus dem ich viel lernen konnte und das ich gerne zur Lektüre weiterempfehle.«
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